Straßen und Plätze
In den einstigen Stadtmauern entstanden in der Vergangenheit enge kurvige Straßen und kleine Plätze. In den Straßen blieben interessante Exemplare der Wohnarchitektur mit Elementen aus verschiedenen historischen Stilrichtungen erhalten. Vom Stadttor aus erhebt sich die Straße Ulica Gradska vrata mit einer Menge an alten Häusern. Auf einem Plateau oberhalb von Vrsar befindet sich die St. Martinskirche ("crkva Sv. Martina") und ein altes Kastell, früher die Residenz der Porečer Bischöfe, beziehungsweise eine Siedlung mit ovalem Grundriss, die von den Histriern errichtet wurde.
Kirche der Hl. Foška
Die Kirche der Hl. Foška wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet. Architektonisch betrachtet zählt diese Kirche zur Renaissance und hat barocke Elemente. An der Fassadenfront befinden sich ein Portal aus der Renaissance und zwei Fenster mit Eisengittern. Heute befindet sich in der Kirche eine sakrale Sammlung mit bedeutenden Exponaten wie das Folterbild der Hl. Foška sowie eine Grabplatte, die mit Wappen und lateinischen Texten verziert ist. Am Hauptaltar befindet sich das Grab des Bischofs von Vrsar Luka Prodanić.
Das Hauptstadttor
Außer der Kirche der Hl. Foška gibt es noch das Hauptstadttor aus dem mittelalterlichen Vrsar. In den vergangenen Jahrhunderten war es der Haupteingang in dieses befestigte Städtchen, das sich im 19. Jahrhundert außerhalb der alten Stadtmauern erweiterte. Das Tor ist mit einem einfachen halbrunden romanischen Bogen und einem flachen Relief verziert, auf dem der Löwe des Hl. Markus zu sehen ist, ein Symbol der Venezianischen Republik. An der Innenseite befinden sich Stein- und Eisenringe, auf die früher Holzflüge befestigt waren, womit man das Tor öffnete und schloss.
In den einstigen Stadtmauern entstanden in der Vergangenheit enge kurvige Straßen und kleine Plätze. In den Straßen blieben interessante Exemplare der Wohnarchitektur mit Elementen aus verschiedenen historischen Stilrichtungen erhalten. Vom Stadttor aus erhebt sich die Straße Ulica Gradska vrata mit einer Menge an alten Häusern. Auf einem Plateau oberhalb von Vrsar befindet sich die St. Martinskirche ("crkva Sv. Martina") und ein altes Kastell, früher die Residenz der Porečer Bischöfe, beziehungsweise eine Siedlung mit ovalem Grundriss, die von den Histriern errichtet wurde.
Auf dem Standort der Hl. Martinskirche standen früher die Stadtmauern mit ihrem romanischen Tor. Auch wenn das Fundament der Kirche Anfang des 19. Jahrhunderts verlegt wurde, wurde die Kirche erst am 19. März 1935 fertiggestellt. Vor der Kirche dominiert eine Treppe, während die Front mit einem Giebeldreieck endet. Das Kircheninnere ist dreischiffig mit Säulen, in die die Namen der Mäzene gemeißelt sind, wobei die Kapitelle mit Ornamentmotiven aus der Natur verziert sind.
Sommerresidenz der Porečer Bischöfe (Kastell)
Der alte Ruinenpalast, das sog. Kastell, war früher die Sommerresidenz der Porečer Bischöfe und steht neben der Pfarrkirche. Hier sind Spuren verschiedenster Stilrichtungen zu sehen - von der Romanik bis zum Barock, und da der Palast durch Mauern und Türme befestigt war, wird er in Dokumenten als "Castrum" erwähnt - eine Festung, ein befestigtes Schloss. Fragmente der Abwehrmauern des Palastes blieben vollkommen erhalten, wie auch zwei romanische Türme aus dem 13. Jahrhundert. Auf der Südseite des Palastes befinden sich zwei quadratische Türme.
Altes romanisches Tor
Das alte romanische Tor, auch Kleines Stadttor genannt, wurde in der zweiten Hälfte des 12., beziehungsweise Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet. Der relativ einfach gemeißelte Türrahmen besteht aus dreizehn Steinblöcken. Während der Jahrhunderte war das Tor Bestandteil der Stadtmauern, gut erhalten blieben nur zwei Flügel aus harter istrischer Eiche sowie Steinringe, auf die die Flügel und Öffnungs- und Schließeinrichtungen befestigt waren.
Kirche des Hl. Anton
Die kleine Kirche des Hl. Anton von Padovan aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit ihrem charakteristischen Stil der Renaissance und des Barocks liegt in der Nähe des alten Tores. Neben dem viereckigen Portal gibt es zwei Räume mit Gittern, wobei der Raum oberhalb des Portals rund ist. Auf der Südmauer der kleinen Kirche ist ein Fenster in Halbmondform zu sehen. Über der Fassade erhebt sich ein Glockenturm mit einer Glockenöffnung in Form einer Arkade und vor der Kirche befindet sich eine Halle und abgerundete Steinsäulen, die durch Arkaden und eine Dachkonstruktion aus Holz verziert sind.
Kirche des Hl. Juraj
Auf der Insel Sv. Jurja, die vor dem Hafen liegt, befindet sich die gleichnamige romanische Kirche mit einem rechtwinkligen Grundriss und einer eingebauten Apsis. Einige Historiker gehen davon aus, dass die römische Stadt Ursaria (Vrsar) früher vielleicht genau auf dieser Insel stand. Diese Annahme beruht auf der Kopie einer römischen Karte aus dem 3. oder 4. Jhd., auf der die Stadt Ursaria auf der Insel eingezeichnet ist. Ein anonymer Geograf stellt Ursaria im frühen Mittelalter ebenso auf die Insel.
Römisches Magazin und Nekropole
Im Jahre 1928 wurden im Hafen Fundamente eines etwa 70 Meter langen Gebäudes aufgefunden. Da Vrsar während der römischen Herrschaft ein wichtiges Handelszentrum war, zählen nach Meinung vieler Archäologen die gefundenen Reste zu einem römischen Magazin für Handelsware, wovon auch die römischen Hafengeräte und die einst sichtbaren Reste des römischen Hafendamms zeugen. An der Südseite der Halbinsel Montraker wurden außerdem Spuren einer römischen Nekropole entdeckt. Im Hafen selbst fand man auch ein Grabdenkmal aus dem 2. Jahrhundert.
Altchristliche Basilika
In der Nähe der romanischen Basilika der Hl. Maria, in dem durch Stein und Mauern umzäunten Innenhof, befinden sich Reste einer altchristlichen Basilika aus dem 4. Jahrhundert. Heute sind die Basilikareste mit Erde bedeckt und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Basilika hatte einen rechtwinkligen Grundriss, zu der Basilika gehörte ein Taufbecken, während sich die Vorhalle neben der westlichen Fassade befand. Im Laufe des 6. Jahrhunderts wurde zudem eine Apsis errichtet, beziehungsweise der letzte halbrunde Teil der Kirche und der Boden war mit Mosaiken bedeckt.
Romanische Basilika Hl. Maria von der See
Die romanische Basilika Hl. Maria von der See liegt im Hafen von Vrsar. Die Basilika stellt ein sehr wichtiges Denkmal der romanischen Architektur in Istrien dar. Die ziemlich monumentale Basilika (24,5 x 12,5 m) erinnert ihrer Architektur nach an altchristliche Kirchen. Auf der Fassade befindet sich ein rundes Fenster (Oculus) und im Ostteil der Kirche ein Kirchenturm in Form eines romanischen Bogenfensters. Die schweren romanischen Arkaden mit monolithisch runden Säulen teilen den Kirchenraum in drei Schiffe auf.
Verlassene Steinbrüche
Die alten verlassenen Steinbrüche zählen auch zu den berühmten Sehenswürdigkeiten von Vrsar. Hier wurde der Steinbruch seit der Römerzeit bis heute getätigt. In der Nähe der romanischen Basilika der Hl. Maria, auf den Inselchen vor Vrsar, sind Spuren verlassener Steinbrüche zu sehen (an der Spitze der Insel Sv. Jurja). Auch auf der Spitze "Gavanov vrh" östlich von Vrsar liegt ein verlassener Steinbruch, auch auf einem Hügel an der nordöstlichen Seite Vrsars. Hier wurde bereits seit der Romanik ein hochwertiger Graustein gebrochen.